Versicherungen sind doch „scheiße“, warum bist du Versicherungsmakler geworden?

Mit dieser oder ähnlichen Fragen werde ich seit vielen Jahren konfrontiert. Bis vor rund einem Jahr habe ich dann immer gesagt:“Ich hab’ halt nix anderes gelernt.“ Seit rund einem Jahr lasse ich mich von einen Unternehmercoach „trainieren“. In diesem Training ging es u.a. auch um die Frage, warum stehst du jeden Morgen auf und machst was du machst? Macht dir das Spaß? Was treibt dich an, was ist dein Motiv? Meine Motive erfährst du in dieser Episode.

Grundmotiv: Versicherungen sind doch „scheiße“, warum bist du Versicherungsmakler geworden

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Zusammenfassung dieser Episode

Warum ich Versicherungsmakler wurde?

Im Jahr 1999 begann ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei einer Bank. Ich glaubte damals, dass es die Aufgabe eines Bankmitarbeiters ist, den Kunden bei der Abwicklung von Bankgeschäften, bei der Geldanlage und bei der Aufnahme von Krediten zu helfen. Das war auch in der ersten Zeit tatsächlich so und es machte mir richtig viel Spaß.

Das änderte sich aber als das Bankhaus von einer großen deutschen Versicherungsgesellschaft gekauft wurde. Danach bestand meine Hauptaufgabe aus genau zwei Dingen:

  1. Verkauf von Riesterverträgen (die waren damals gerade ganz neu am Markt) und
  2. der Überleitung von unseren Bankkunden zum Versicherungsvertreter, der bei uns in der Filiale saß, damit er ihnen Versicherungen verkaufen konnte. Alles andere wurde zur Nebensache. Das machte mir dann so gar keinen Spaß mehr. Ich fing Anfang 2002 also an, nach Alternativen für mich zu suchen.

Meine Suche nach Alternativen: Wie ich dabei drei Mal scheiterte

Als erstes versuchte ich damals bei einem Finanzvertrieb „Fuß zu fassen“. Vordergründig schien es, dass ich dort das finden würde, was ich suchte. Und zwar Kunden bedarfsgerecht in Finanz- und Versicherungsfragen beraten zu können. Ich musste dann aber lernen, was es bedeutet in einem Vertrieb zu arbeiten, wo meine Führungskraft an meinen Abschlüssen mitverdient. Von bedarfsgerechter Beratung blieb da nicht viel übrig. Jeder Kunde hat schließlich einen 1.000€-Schein auf der Stirn kleben und es war meine Aufgabe, diesen „abzureißen“ und einzustecken…gefiel mir gar nicht!

Also schloss ich mich einer deutschen Lebensversicherung an. Da gab es natürlich auch das Versprechen, den Kunden bedarfsgerecht beraten zu dürfen. Allerdings stellte sich auch das in der Realität anders dar.

„Sie verkaufen das, was ich Ihnen sage. Wenn ich morgen sage, Sie sollen Bohnerwachs verkaufen, dann ziehen Sie gefälligst los und verkaufen Bohnerwachs.“ Das waren die Worte meines Vertriebsdirektors an meinem 2. Arbeitstag. Ich dachte damals nur: „Ach du scheiße…auf was hast du dich hier eingelassen?“

Bohnerwachs musste ich dann zwar nicht verkaufen, aber Lebensversicherungen. Lebensversicherungen waren das Einzige, was wirklich zählte und mit dem ich meine von oben vorgegebenen Ziele erreichen konnte. Ich musste also, egal was der Kunde wirklich brauchte, es so „hinbiegen“, dass der Kunde einen Antrag auf eine Lebensversicherung unterschrieb.

Wirklich erfolgreich war ich dabei nicht. Ich fühlte mich halt immer unwohl in dem Spannungsfeld zwischen Unternehmensvorgaben und dem Kundenbedarf. Als Verkäufer war ich hier bestenfalls Mittelmaß. Nach 15 Monaten verlies ich das Unternehmen im Sommer 2003. Das einzig gute an dieser Zeit war, dass ich eine Fortbildung zum Versicherungsfachmann (BWV) abschließen konnte. Spaß hat mir die Arbeit dort nicht gemacht.

Ich wechselte zu einem anderen Versicherer und lernte dort das Sachversicherungsgeschäft von der „Pike auf“. Aber auch hier wurde ich nicht richtig glücklich und erfolgreich. Zwar gab es dort niemanden, der von mir verlangte „Bohnerwachs“ zu verkaufen, aber es gab natürlich Vorgaben von Unternehmensseite, die erfüllt werden mussten. Wenn gerade ein Wettbewerb zur Kfz-Versicherung (den Sinn dahinter verstehe ich bis heute nicht) ausgerufen wurde, musste ich zwingend Anträge zur Kfz-Versicherung ranschaffen.

Also auch wieder: Für mich nicht nachvollziehbare Vorgaben von „oben“, die ich irgendwie mit den tatsächlichen Wünschen meiner Kunden übereinander bringen musste. Auch bei dieser Gesellschaft war ich als Verkäufer bestenfalls Mittelmaß.

Der Ausweg

Deswegen war ich sofort „Feuer und Flamme“ als ich Anfang 2007 gefragt wurde, ob ich mich nicht an einer neu zu gründenden Versicherungsmakler-Firma beteiligen und dort auch gleich Geschäftsführer werden wolle. Die Firma wurde Ende Mai 2007 gegründet und nahm im September 2007 die Versicherungsmaklertätigkeit auf. Seit Ende 2014 gehört mir die Firma komplett.

Warum fühle ich mich in meiner Rolle Versicherungsmakler wohler als in meinen vorherigen Rollen als Mitarbeiter einer Bank bzw. Versicherungsgesellschaft?

Als Versicherungsmakler ist man gemäß gesetzlicher Definition Sachwalter seiner Kunden. Ich vertrete also das Interesse meiner Kunden gegenüber den Versicherungsgesellschaften. Bei meinen vorherigen Stationen war es ja immer anders herum. Dort musste ich so tun, als ob ich die Interessen meiner Kunden vertrete. In Wirklichkeit galt es aber die Interessen meiner jeweiligen Arbeitgeber vertreten. Und die deckten sich oft nicht mit dem Interesse meiner Kunden. Das führte bei mir zu Stress und Unbehagen.

In der Rückschau kann ich sagen, dass mir 2 Dinge ganz besonders wichtig sind, die ich bei den Unternehmen, bei denen ich vor meiner Maklertätigkeit gearbeitet habe, nicht verwirklichen konnte:

  1. Selbstbestimmung und
  2. Authentizität

Erst als selbstständiger und freier Versicherungsmakler konnte ich selber entscheiden, zu was ich meinen Kunden rate und zu was nicht. Und ich kann selber entscheiden, was ich mache und was nicht. Wichtig ist mir außerdem meine Authentizität. D.h. ich rate meinen Kunden nur zu Dingen, die ich selber so umgesetzt habe oder von denen ich absolut überzeugt bin. Ich muss mich heute nicht mehr „verbiegen“.

Wie ich dir helfe, „papierloser“ zu werden

Als Versicherungsmakler helfe Selbstständigen Zeit und Geld zu sparen, indem ich mich wie ein guter Bekannter um alle betrieblichen und privaten Versicherungsfragen kümmere.

Dazu passe ich Deine Versicherungen an Deine individuellen Anforderungen an. So kannst Du sicher sein, dass Du nicht zu viel Geld für deinen Versicherungsschutz ausgibst.

Den notwendigen „Papierkram“ mit den Versicherungen erledige ich zuverlässig und dauerhaft für Dich. Dein Zeitaufwand für diesen oft lästigen und nervigen Bereich wird so auf ein Minimum reduziert.

Wenn du möchtest, dass ich deine Versicherungen prüfe und mich um deinen Papierkram mit den Versicherungen kümmere, dann melde dich bei mir. Meine Kontaktdaten verlinke ich dir in den Shownotes

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