Was ist so toll am papierlosen Büro? – Interview mit dem „Paperless Pioneer“ André Nünninghoff

André Nünninghoff ist „Paperless Pioneer“ sowie Gründer und Geschäftsführer der Paperless GmbH. Außerdem ist er „Paperless Coach“ und Blogger. In dieser Folge erzählt er dir, warum ein papierloses Büro für ihn so wichtig ist. Er berichtet auch von seinen Fehlern, die er auf dem Weg zu seinem papierlosen Büro gemacht hat. Die kannst du dir dann sparen;-)

Papierloses Büro: Was ist so toll am papierlosen Büro? - Interview mit André Nünninghoff von der Paperless GmbH

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Transkript

Mike: Hallo, heute geht es wieder um a Thema papierloses Büro. Ich bin aber heute nicht alleine, sondern ich habe den André Nünninghoff bei mir, der André ist Paperless-Coach, so nennt er sich selber. Außerdem ist der Gründer der „Paperless Pioneers Community“ und, wenn ich es richtig auf dem Schirm habe, ist sein Leitspruch: „Scan hard, work smart“. Sehe ich das richtig, André?

André: Das siehst du völlig richtig, hallo Mike, hallo liebes Publikum von Mike. Schön, dass ich heute dabei sein darf. Ja, das ist richtig, du bist ja auch Mitglied in der Community, wo wir uns unterhalten über alle möglichen Themen zum papierlosen Büro und digitalen Arbeiten. Und jetzt bin ich mal gespannt auf deine Fragen und ich hoffe, dass ich alle beantworten kann.

Mike: Super, André, schön, dass du da bist. Vielleicht erzählst du uns erstmal ein bisschen kurz etwas über dich und wie du zu dem Thema papierloses Büro bekommen bist.

André: Ich bin da auf Abwegen draufgekommen, ursprünglich habe ich angefangen als Rettungsassistent bei der Berufsfeuerwehr und wollte die weitere Laufbahn des Feuerwehrmannes gehen. Da kam mir leider meine Brille dazwischen. Ich hatte zu viel Dioptrien und irgendwann kam dann auch meine geliebte Frau auf mich zu und meinte, wie wäre es jetzt mal mit dem richtigen Alter und Nachwuchs vielleicht? Können wir damit anfangen?

Und dann haben alle Kollegen auf der Wache Panik geschoben, die schon Kinder hatten, haben gesagt, Mensch, André, Kinder sind so wahnsinnig teuer. Mach das ja nicht, alle mit einem Grinsen dahinter natürlich. Und ich habe dann im Nachhinein, ich habe jetzt mittlerweile festgestellt, dass Kinder gar nicht teuer sind, sondern nur alles, was unsere Frauen dafür kaufen können.

Und ich habe eigentlich gedacht, so, man hat ja 24 Stunden Arbeit, 48 Stunden frei. Ich eröffne schon mal vor der Schwangerschaft ein Gewerbe in Nebentätigkeit, damit Urlaube, größere Anschaffungen, dass man einfach so ein bisschen Puffer und Polster hat.

Das waren so meine ersten Schritte in die Selbständigkeit und bei diesem damaligen Unternehmen, was es jetzt natürlich nicht mehr gibt, habe ich angefangen, mit dem papierlosen Büro zu experimentieren und habe dann auch mehrere Jahre gebraucht, um das System quasi feinzuschleifen.

Und irgendwann kam dann mein jetziger Geschäftspartner auf mich zu und hat gesagt, Mensch, André, Feuerwehr schön und gut, Hilfe braucht man immer, aber meinst du nicht, es hat irgendwie Zukunft, digitales Arbeiten, papierloses Büro? Weil, von den Großen hört man ja immer, Digitalisierung 2.0, Industrie 4.0 und es richtet sich natürlicherweise an all die großen Unternehmen. Und die Kleinen und Mittelständler und alles noch, was dazwischen ist, steht dann ganz häufig alleine da.

Und da habe ich gesagt, wage ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Und alle haben mich dann wieder für verrückt erklärt, gesichertes Arbeitsverhältnis, Komfortzone verlassen und jetzt selbstständig und zweite Kind unterwegs? Kann ja gar nicht sein. Doch!

Und nun sind wir mit der Paperless GmbH unterwegs und unterstützen eben Unternehmen im Bereich der Digitalisierung, quasi von papierbasierten Arbeitsprozessen hin zu digitalen und für uns ist dabei ganz klar im Vordergrund der Mensch.

Also, wir haben keine Software, wir vertreiben keine Software. Wir empfehlen Software, die wir selber nutzen, denn nur das kann ich auch empfehlen. Weil ich weiß, wie man damit arbeitet. Aber ganz häufig ist es so, dass dann irgendwas eingekauft wird und dann haben die Leute fünf neue Icons, aber ich benutze die nicht. Das hat mir keiner erklärt, wie das funktioniert. Da setzen wir an, wir unterstützen eigentlich bei der digitalen Transformation, indem wir eben Workshops und Schulungen und Coachings geben bei den Mitarbeitern.

Mike: Okay, wir gehen auf das Thema gleich nochmal ein bisschen ein, was deine Paperless GmbH angeht. Ich würde gern einmal noch einen Schritt weiter oberhalb ansetzen, generell beim Thema papierloses Arbeiten. Wo sind da für dich die Vorteile, welche Vorteile siehst du?

André: Ja, also, ich habe damals schon drei Vorteile für mich, um überhaupt mit Dingen anzufangen, macht man sich ja immer so eine Pro- und Contra-Liste oder so eine Art Milchmädchen-Rechnung. Warum sollte ich das jetzt überhaupt machen?

Und für mich lag zum Beispiel einer der wichtigen Gründe, ich wollte mehr Zeit haben und ich habe mir gedacht, wenn ich doch die Sachen digital habe und dann den Computer suchen lasse, dann findet der Computer das wahrscheinlich schneller, als ich es je könnte. Und dadurch habe ich automatisch mehr Zeit, könnte vielleicht früher Feierabend machen oder könnte sagen, ich gehe jetzt mal ein Eis essen mit den Kindern. Und dem Steuerberater kann ich alles digital zur Verfügung stellen.

Der erste Punkt war also mehr Zeit für mich und der zweite Punkt, wenn man ein papierloses Büro führt oder führen kann, dann hat man auch automatisch mehr Freiheiten, weil wir als Unternehmer, wir packen uns ja immer diesen unternehmerischen Rucksack richtig voll mit allen möglichen Dingen, die wir irgendwo aufheben, tun und machen müssen.

So bildlich gesprochen hat man manchmal eine Kette im Büro am Bein. Ich kann hier nicht weg, der Steuerberater könnte noch anrufen und könnte noch eine Rechnung brauchen stellen und dann muss ich ihm die zur Verfügung stellen. Ist jetzt nur ein Beispiel, also, absolut nichts gegen Steuerberater… Aber wenn ich bei meinen Kindern ein Eis essen gehe und der ruft mich an, dann kann ich ihm das digital zur Verfügung stellen und mir ist dabei auch völlig egal, ob der in Wanne-Eickel in Urlaub ist, der Steuerberater. Wichtig ist am Ende des Tages, dass die Arbeit einfach gemacht ist.

Mike: Richtig, Prozesse sind das Wichtige und Ergebnisse müssen wir liefern. Ich habe vor kurzem selber einen Blog-Artikel veröffentlicht über meine drei Fehler, die ich gemacht habe bei der Umstellung zum papierlosen Büro.

Meine drei größten Fehler, hast du etwas, was du in der Zeit gemacht hast, was du heute so nicht mehr sagen oder machen würdest? Und wo du den Leuten sagst, hör mal, den Kram habe ich damals voll daneben gesetzt, bei mir war es das Thema, dass ich mich selber an den Scanner gestellt habe. Das würde ich heute nicht mehr so tun, unter anderem.

Gibt es bei dir irgendwelche Dinge, die du den Zuhörern sagen kannst, bei der Umstellung auf das papierlose Büro achte bitte darauf, tunlichst Folgendes nicht.

André: Ja, kann ich sehr gerne kundtun, ich habe es sogar in meiner Einleitung meines Buches steht drin, ich habe bereits für dich experimentiert, damit du es nicht mehr machen musst.

Der erste Punkt ist natürlich, ich bin wirklich damals auf jeden Zug aufgesprungen. Wenn ich eine neue Software gefunden habe, die ich toll fand, dann habe ich dort sozusagen alles, was ich schon digital hatte, rein übertragen. Heute finde ich die App auch noch gut als Beispiel, haue da alles rein und morgen sage ich, ich will aber nach OneNote. Und ich habe damals einmal den Fehler gemacht und habe meine Daten nicht immer in Originalform gespeichert.

Als Beispiel, du scannst etwas ein, legst das einfach auf deinen Desktop, nur mal ganz plakativ gesagt. Wenn ich es dann in Evernote reinschiebe, hatte ich es damals gelöscht. Und als Evernote mir mal nicht mehr gefallen hatte und ich wollte was anderes ausprobieren, dann krieg mal aus dem System die Sachen wieder raus! Also, das war der Zeitpunkt, wo ich dann sozusagen immer mir gedacht habe, ich speichere auch alles mal im Rohdatenformat. So ist ein Umzug jederzeit möglich. Das war Punkt 1.

Und Punkt 2 war tatsächlich der Scanner. Ich habe mit so einem 69-Euro-Multifunktions-schieß-mich-tot-Gerät von Epson angefangen. Also, bei jedem Tastendruck war es so Lautstärke Nadeldrucker und ich hatte Zeit. Und ich habe viel Lebenszeit verschwendet, bis ich irgendwann gesagt habe, Mensch, jetzt musst du dir mal ein vernünftiges Gerät besorgen. Und habe immer so die Einstellung, ich weiß nicht, ob ich es laut sagen darf, aber ich mache einfach. Wenn scheiße, dann scheiße mit Juwelen!

Also, ich wollte das auch richtig machen und dann habe ich gleich gesagt, ich hole mir jetzt nicht einen 189 Euro mit Fax und schieß-mich-Telefon-Multifunktionsgerät, was zwei Sekunden schneller scannt. Nein, ich habe mich dazu entschieden, mir ein Profigerät zu holen. Das war damals der ScanSnap von Fujitsu. Der liegt auch ganz woanders im Preissegment. Ich habe damals auch darauf gespart und ja, 12, 25 Seiten die Minute, je nach Gerät. Also Punkt 2, wenn man anfängt und merkt, super, ich will dabeibleiben, dann nicht ein kleines Upgrade kaufen, sondern gleich, lieber sparen, zwei Monate länger und dann das richtige Gerät holen. Denn dann kommt man auch in die Vorteile, es zu genießen.

Und der dritte Punkt ist der, das erzähle ich auch immer in meinen Workshops. Und zwar Nachhaltigkeit. Als ich angefangen habe, das papierlose Büro umzusetzen bei uns, ich habe erstmal privat angefangen und dann Stück für Stück das Gewerbe. Und meine Frau brauchte etwas, ich habe nämlich erstmal völlig vergessen, sie mit einzubeziehen. Sie ging dann runter und alle Ordner waren weg. Und da ist mir dann schnell klargeworden, Thema Gletscherspalte, wenn ich jetzt einen Autounfall habe, ich sollte da mal auch dokumentieren und meiner Frau zeigen, was ich mache, wie auch im Unternehmen.

Wenn du nicht da bist, müssen deine Mitarbeiter auch arbeitsfähig sein. Das ist ja wie bei Schutzbefohlenen am Ende des Tages. Also, Punkt Nr. 3, bitte direkt dann mit dem Partner oder mit den Mitarbeitern sprechen, wir probieren was aus, wir sind da dran und wenn wir dabeibleiben, findest du alles dort und dort. Und jetzt, total klasse, Jahre, fast schon Jahrzehnte später, geht meine Frau hin, wenn sie bei ihrem Vater sitzt. Ach Vater, hast du nicht das papierlose Büro? Guck mal, ich muss nur in meine App reingucken und dann finde ich das. Das zaubert dann ein Grinsen auf mein Gesicht! Da sage ich, alles richtig gemacht.

Mike: Sehr gut! Also, die Planung und das Einbinden, klar, das ist total wichtig auch als Unternehmer und Selbständiger, für den Notfall vorgesorgt zu haben, dass auch alle wissen, wie komme ich an die Daten dran und wo liegen die wichtigen Daten? Wenn ich es im stillen Kämmerlein mache, dann stehen hinterher alle dumm da und gucken in die Röhre im Zweifel.

Zur „Paperless Pioneers Community“: Da bin ich ja auch Mitglied, erzähle uns vielleicht mal ein bisschen darüber. Was ist die Paperless Pioneers Community? Welche Vorteile bietet sie mir als Selbständiger, wenn ich da Mitglied bin?

André: Ja, ich hatte damals, nachdem das mit dem papierlosen Büro gestartet ist, einen Blogartikel geschrieben in meinem Blog und daraufhin einen Fachartikel in der c’t und daraufhin kamen so viele Rückfragen. Und ich hatte gedacht, es gibt irgendwo im Netz, es gibt ja eigentlich fast alles im Netz, einen Ort, wo man diese Information und die Fragen bündeln kann. Und die gab es tatsächlich nicht.

Und dann hatte ich damals diese Blitzidee, Mensch, jetzt schaffst du selber mal einen Ort, wo sich alle Interessierten treffen können. Und der papierlose Pionier hört sich so ein bisschen doof an und dann habe ich daraus Paperless Pioneers gemacht.

Und so fing es ursprünglich mit der Community und dem Start, aufgrund des Fachartikels, und mittlerweile gibt es uns bei Facebook und da sind wir, glaube ich, so rund 500 Mitglieder. Da ist wirklich von der Fachkraft zur Raumreinigung bis zum (00:11:08) Manager alles dabei. Wichtig für uns ist, die Community ist völlig kostenlos.

Und jetzt hattest du noch gefragt, welche Vorteile bietet mir die Community als Selbstständiger? Natürlich, wenn du eine Frage zu Evernote, OneNote, einem anderen Tool, einem Workflow hast, dann wird sie dort natürlich auch relativ zügig beantwortet. Da gehe ich aber gerne als (00:11:31) und unternehmerische Anforderungen sind ja anders als die privaten Anforderungen. Und wenn wir Unternehmerfragen haben, dann sind die zeitweise auch öfters zeitkritisch und müssen zügig und fundiert beantwortet werden. Und aus den Pioneers ist sozusagen ein Spinoff entstanden, was wir gerade im Betatest haben. Ich habe mich mit Ivan Blatter und Thomas Mangold und den Enrico Nahler zusammengeschlossen und wir haben sozusagen den „Paperless Place“ gegründet und dieser Ort ist wirklich nur für Selbstständige und Unternehmer. Weil da einfach andere Fragen gestellt werden.

Mike: Freut mich zu hören, habe ich bis jetzt nämlich auch noch nicht gewusst, dass es den „Paperless Place“ gibt und, ja klar, Thomas Mangold, Ivan Blatter, auch im Bereich effizientes Arbeiten, papierloses Büro, lange Jahre und erfahrene Kollegen in dem Bereich.

Du hattest zu Anfang über deine Firma, über die GmbH, erzählt? Das würde ich jetzt nochmal gern ein bisschen tiefer reingehen und gerne wissen, wie denn so eine Beratung konkret abläuft, wenn ich dich in mein Unternehmen hole? Was passiert dann?

André: Ja, wir haben häufig, dass man in Unternehmen oder ich versuche es mal so auszudrücken. Ich komme ganz häufig erst zum Einsatz, wenn die Baustellendusche nicht geklappt hat. Als Baustellendusche meine ich Folgendes:

Man ist im Unternehmen und man sagt, wir müssen jetzt digitalisieren. Jemand kriegt den Stempel da drauf und man sagt, du digitalisierst jetzt unserer HR-Abteilung, Human Resources. Dann wird derjenige damit betraut, er gibt sich nach bestem Gewissen Mühe und hinterher hat man dann vielleicht das Gefühl, wir machen da was, wissen aber nicht genau, was wir da tun. Und irgendwie ist das doch nicht so, wie wir uns das vorstellen.

Und dann folgt meist erst der Anruf. Wir haben da etwas gefunden und können sie uns da helfen? Natürlich, wir sind kein Allheilmittel, wir können nicht in allen Situationen helfen. Aber wir haben auch starke Partner und normalerweise ist es so, dass ich in dem Erstgespräch den Ist-Zustand abfrage. Was ist denn der aktuelle Stand? Was haben sie schon gemacht? Und dann sagen mir dann die Führungskräfte oder die Geschäftsführung, das ist der Soll-Zustand. Und dann ist ja wie so häufig dazwischen ein riesengroßes Loch. Und das füllen wir dann eben. Wir machen das meistens natürlich mit sogenannten Workshops, es muss nicht immer teure Software angeschafft werden.

Bestes Beispiel, vor kurzem bei einem supertollen Unternehmen einen Workshop gehalten, die sind gewechselt in die Office-Welt, in die Cloud und plötzlich hatte jeder auch OneNote auf dem Rechner drauf. Und alle haben gesagt, wir haben hier so ein schickes Icon, wir wissen aber gar nicht, was wir damit tun können.

Also, wir machen dann so einen Kick-off Workshop nach Rücksprache vorher, was soll den der SollZustand sein. Und da war der, die Mitarbeiter sollen anfangen, OneNote zu benutzen und die Teams effizienter organisieren und ihre Arbeitsabläufe. Und dann haben wir eben einen Kick-off Workshop über OneNote gehalten. Dazwischen läuft dann eben Betreuung und wir haben festgestellt, es dauert so zwölf Wochen, bis jeder so fit ist mit seinen Fragen und danach machen wir dann einen Abschlussworkshop.

Das ist so das Klassische und wir stehen natürlich zum Thema Nachhaltigkeit immer zur Verfügung. Das ist jetzt eher in Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern der Fall. Für Soloproneure und Entrepreneure, da gibt es ja so viele Preneure, da hat man am Ende des Tages für oder sagen wir mal, für kleine bis mittelständische Betrieb, da gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten.

Mike: Okay, was kostet mich das? Rechnet ihr stundenweise ab oder habt ihr Pauschalsätze? Wie geht ihr von eurer Kostenkalkulation an die Aufgabe da ran?

André: Wir arbeiten in der Beratung mit sogenannten Tagessätzen. Wenn man jetzt zwei oder drei Tage da ist. Wenn es jetzt ein mehrmonatiges Projekt wird, dann passt man es natürlich variabel an. Wir arbeiten mit Tagessätzen.

Mike: Alles klar.

André: Und wenn du sagst, ich möchte aber nach der kostenlosen Erstberatung erstmal einer eine Stunde online haben mit dir, bevor ich Zeit investiere und Geld, dass du persönlich hier bist, dann machen wir natürlich auch zum sogenannten Homeoffice-Tarif oder Office-Tarif eben dann das Coaching im Videocall.

Für uns ist ganz wichtig, wir schauen auch, mit wem können wir gut zusammenarbeiten und mit wem einfach nicht. Denn da hinten hängt ja viel dran, ich hasse es wie die Pest, ich höre ganz häufig, man geht in Unternehmen, hat einen supertollen Workshop und dann passiert gar nichts. Und das ist immer das Schlimmste und wenn ich dann sage ja, wenn sie mit uns arbeiten, dann haben wir aber noch drei Monate dazwischen und einen Abschluss-Workshop. Ja, wieso brauche ich den denn? Weil sie ihr Geld in eine gute Sache investieren sollen, nämlich in ihre Mitarbeiter und nicht nur einfach in jemanden, der da vorne steht am Ende des Tages.

Mike: Genau, die Umsetzung ist oft schwierig, genau. Super, gehen wir mal gedanklich ein paar Wochen in die Zukunft, 9. Juni 2018. Was sagt dir dieses Datum?

André: Ist ein schönes Datum, da findet nämlich im schönen Berlin die dritte Paperless Pioneers Conference statt, wenn ich mich recht erinnere.

Mike: Genau deswegen hatte ich das angesprochen, ich bin selber auch da, ich habe mir auch ein Ticket gebucht und freue mich schon darauf. Erzähle doch mal den Hörern, was sie so erwartet bei der Paperless Pioneer Conference und warum sollte ich unbedingt dabei sein?

André: Ja, ganz einfach, es gibt diese riesengroßen Konferenzen, wo man sich einfach nur die Füße wund läuft und ich bin ein Fan von kleinen Konferenzen. Die Pioneers Conference, die dritte in Berlin im Humboldt Carré wird mit maximal 250 Teilnehmern stattfinden. Es ist also schon etwas exklusiver und bei uns geht es darum, dass man natürlich etwas mit nach Hause nimmt. Also, die Speaker, da sind zum Beispiel auch Thomas Mangold und Ivan Blatter mit dabei, sogar der Dr. Beat Bühlmann, der CEO von Evernote wird dort sprechen.

Es geht darum, dass die Leute vor Ort Beispiel und best practices erhalten in Keynotes und Workshops, wo am Ende der Kopf raucht und sie sagen, super, das hat mir was gebracht, jetzt kann ich bei uns etwas umstellen oder ich habe von fünf Vorträgen zwei tolle Ideen zum Beispiel oder drei mitgenommen. Die Veranstaltung ist an einem Samstag den ganzen Tag, im Ticketpreis ist natürlich Verpflegung und alles mit dabei. Und am Abend gibt es noch eine kleine Überraschung, aber die ist natürlich dann auch nur für die, die auch vor Ort dabei sind.

Mike: Super! Du hast es angesprochen, wo fangen die Ticketpreise an?

André: Wir haben festgestellt, dass natürlich nicht jeder auch beruflich vielleicht oder privat immer erscheinen kann. Und wir haben schon mit der PPC 02 im letzten Jahr, wir haben ja jedes Jahr eine Konferenz, damit angefangen, Videoaufzeichnung der Keynotes zu machen, damit die Leute die Möglichkeiten haben, sich das auch zu Hause anzuschauen. Weil sie vielleicht beruflich nicht da sein können und die fangen, glaube ich, bei 77 Euro an und das Vor-Ort-Ticket liegt bei 297 Euro. Da wird jeder sagen, das ist aber heftig viel Geld. Das ist natürlich am Ende des Tages wie bei einem Buch, immer subjektiv, was man dafür bekommt.

Und wichtig ist ja, es ist eine B2BVeranstaltung, also kann dieses Ticket auch als sogenannte Fortbildungsmaßnahme später steuerlich geltend gemacht werden. Und wir haben natürlich viele Unternehmen, die vorbeischauen und wir haben auch, aber, habe ich in den Ticketkäufen gesehen, auch viele Soloproneure, die gerade starten und sich Ideen und Gedanken holen und einfach auch wichtig ist ja das Networking und der Austausch. Neue Leute kennenlernen, digitale Visitenkarten austauschen.

Mike: Das Ganze. Infos bekomme ich bestimmt im Netz und WWW? Sag nochmal kurz die URL?

André: paperless-conference.de oder einfach „Paperless Conference“ bei Google eingeben, sollte relativ zügig die Eventseite oder dies Eventbrite-Seite mit allen Informationen über das Programm, den Ablauf, die Planung, alles erscheinen.

Mike: Ich verlinke das Ganze dann auch noch mal hier, auch die anderen Dinge, über die wir gerade gesprochen haben, wo es Links zu gibt, die werde ich natürlich hier noch mit einpflegen.

Ja, kommen wir zum Abschluss, lieber André, noch so ein paar persönliche Fragen an dich. Unter anderem interessiert mich, du hast es schon so ein bisschen erzählt, was machst du in deiner Freizeit, um abzuschalten von deinem Unternehmersein?

André: Als Unternehmer schaltet man eigentlich nie ab, eigentlich, gedanklich. Und ich bin meiner Frau zum Dank verpflichtet, weil sie die Fähigkeit hat zu sagen, du schaltest jetzt ab.

Und ich glaube, ein Buch lesen oder irgendwo mich hinlegen und die Augen zumachen, bringt mir gar nichts. Was mir immer hilft, ist tatsächlich, wenn ich mit meinen Kindern spiele. Denn dann wird man auch gleich ganz anders gefordert. Mein Sohn ist fünf, meine Tochter ist zwei, die fordern natürlich und irgendwann werden sie nicht mehr mit mir spielen, wenn sie alt genug sind.

Also nutze ich jetzt die Zeit so intensiv wie möglich mit den Kindern, um dann tatsächlich hinterher so ausgepowert zu, dass ich problemlos einschlafen kann.

Mike: Du sagtest gerade, Buch lesen tust du nicht oder nicht, um abzuschalten? Ich lese viele Bücher, ich schaffe so drei bis vier im Monat. Hast du denn trotzdem vielleicht eine Buchempfehlung für mich?

André: Aber natürlich habe ich eine für dich. Natürlich lese ich auch Bücher. Ich habe hier eins von Chip Hieß und Dan Heath, das sind zwei Brüder, das Buch heißt einfach nur Switch, also Schalter. Das war auf Platz 1 der New York Bestsellerliste und darin geht es letztendlich um Veränderungen.

Und wenn man schon von Anfang an reingehört hat, wird man mitbekommen haben, mein berufliches Feld liegt im Changemanagement, also plötzlich Menschen zu erklären, was man morgen anders machen kann und warum es vielleicht besser ist. Dabei ist ja wichtig, dass man selber die Einsicht darüber gewinnt.

Und dieses Buch habe ich gefressen, ich glaube, ich habe es zwei-, dreimal gelesen. Da sind ganz viele praktische Tipps und Tricks, also, so ganz einfache Dinge, wo man vielleicht gar nicht so drauf kommt, die mir auch tatsächlich schon beruflich geholfen haben. Muss ich ganz klar sagen, kann ich wärmstens empfehlen, Switch!

Mike: Super, danke. Super, Tipps und Tricks und Ratschläge. Was ist denn der beste Ratschlag, den du jemals bekommen hast?

André: Das ist gut, ich habe viele Ratschläge im Leben bekommen. Aber ich glaube, der, den ich auch sehr häufig sage, der mich am meisten geprägt hat, war tatsächlich zu meiner Zeit bei der Bundeswehr. Ich wurde noch eingezogen zur Wehrpflicht, da war das nicht freiwillig. Ich war aber freiwillig da, unabhängig davon und ich habe es vorhin schonmal gesagt, wenn man etwas macht, dann soll man es auch, verdammt nochmal, richtig machen!

Und kleine Anekdote dazu: Ich hatte es nicht so mit TShirts auf A4 falten und nachdem ich dann fünfmal alle TShirts wieder draußen hatte und dann ein DIN A4-Blatt darüber gelegt wurde, lass uns nicht über die Methoden sprechen, du lachst wahrscheinlich, Fakt ist aber, da wurde mir ganz klar gesagt, wenn du etwas machst, dann mache es nicht halbherzig, sondern mache es mit Herzblut und stecke da alles rein. Und ich habe es damals natürlich für völlig bekloppt gehalten, habe mich darüber aufgeregt, wie viel Herzblut soll ich da reinstecken, irgendwelche T-Shirts zu falten?

Aber Jahrzehnte später, wenn man nochmal so philosophiert und darüber nachdenkt, es hat mich geprägt und viele Leute, die mir persönlich kennen, auch im Freundeskreis, wissen, wenn der André etwas macht, dann macht er keine halben Sachen.

Mike: Dann 1000 Prozent?

André: Ja, also, es sollte Funktion am Ende des Tages.

Mike: Super, klasse. Ja, du hast uns super viele Informationen gegeben. Es wird mit Sicherheit Leute geben, die noch Fragen an dich haben und etwas wissen möchten. Wie kann man mit dir in Kontakt treten, lieber André?

André: Dazu braucht man weder die Gelben Seiten oder das Telefonbuch. Das Schöne ist ja, im Internet steht ich auch mit drin. Der einfachste Weg ist sicherlich über das Impressum, wenn man mich telefonisch erreichen möchte. Oder per E-Mail einfach team@papierless.gmbh, ist eine neue Endung. Darauf kann ich schnell reagieren, alternativ natürlichen in der Community bei Facebook, einfach bei Google André Nünninghoff eingeben, ich bin bei Xing, LinkedIn, ich bin überall. Dann vielleicht auch gerne einen netten Satz mit reinschreibe, ich komme über den Podcast von Mike, dann kann ich das auch zuordnen, wenn die entsprechende Frage kommt.

Mike: Super, danke, ich bin schon am Ende des heutigen Tages bzw. unseres heutigen Gespräches angekommen. Ich freue mich, dass du mir zur Verfügung gestanden hast, dass du uns etwas erzählt hast.

Danke für deine offenen Worte und das Gespräch. Ich hoffe, wir sehen uns am 9. Juni, auf jeden Fall, da bin ich nämlich auch in Berlin mit dabei und freue mich dann auch schon, dich nicht nur per Skype, wir haben heute nämlich per Skype gesprochen, sondern dir dann auch mal persönlich die Hand schütteln zu können, Danke, André!

André: Vielen Dank, dass ich dabei durfte. Ich wünsche euch allen jetzt noch einen energiereichen Tag, macht das, was ihr am besten könnt und genießt die Zeit, ich wünsche euch was. Danke, dass ich dabei sein durfte, Mike.

Mike: Alles klar, super, und an dich da draußen: Ich freue mich, dass du zugehört hast, dass du bis zum Ende drangeblieben bist, bleib gesund und schalte demnächst wieder ein, bis demnächst, liebe Grüße, dein Mike.

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