Wie du in Zeiten von „Mikrozinsen“ doch noch Vermögen aufbauen kannst

Bei Lebens- und Rentenversicherungen gibt es nur noch Minizinsen. Gleiches gilt für Sparbücher, Tages- oder auch Festgelder. Wie kannst du in diesem Umfeld noch langfristig Vermögen aufbauen? Gibt es wirkliche Alternativen? Mehr hierzu erfährst du in diesem Artikel. Ich wünsche dir viel Spaß beim Weiterlesen!

Vermögen aufbauen: Goldene Münze

Ich kann mich noch an Zeiten in diesem Jahrtausend erinnern, da gab es bis zu 3,5% Zinsen p.a. auf einem Tagesgeldkonto. Die als absolut ausfallsicher geltende 10-jährige Bundesanleihe rentierte mit über 4% p.a. und die laufende Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen lag bei 6%-7% pro Jahr.

Aktuell sieht es komplett anders aus. Und für die nächsten Jahre ist hier keine Änderung zu erwarten. Lebensversicherer schütten zwischen 2% und 2,5% pro Jahr an ihre Kunden aus. Mit viel Glück bekommst du auf einem Tagesgeldkonto noch 0,5% Zinsen pro Jahr. Die 10-jährige Bundesanleihe rentierte zwischenzeitlich im Minus. Das bedeute, wenn du dem Staat Geld leihst, bekommst du garantiert weniger zurück als du gegeben hast.

Bei den aktuellen Zinsen hast du es derzeit sehr schwer, Vermögen aufzubauen. Wenn du früher 50.000€ zu 5% oder 7% pro Jahr angelegt hast, hat sich der Anlagebetrag nach 14 bzw. 10 Jahren verdoppelt. Bei einer jährlichen Rendite von 2% brauchst du für die Verdopplung schon rund 36 Jahre.

Doch welche Alternativen hast du heute? Ich baue meine Altersvorsorge auf Aktien bzw. Aktienfonds auf. Dabei lege ich einen besonderen Fokus auf Aktien von „gut wirtschaftenden“ Unternehmen. Mit „gut wirtschaftend“ meine ich Unternehmen, die in der Vergangenheit

  • jedes Jahr Gewinne erwirtschaftet haben und
  • die zusätzlich jedes Jahr einen Teil der Gewinne als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet haben.

Was ist eine Aktie bzw. ein Aktienfonds?

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das (Mit-)Eigentum an einem Unternehmen (z.B. einer Aktiengesellschaft; kurz AG) verbrieft. Besitzt du z.B. eine Aktie von Siemens, dann gehört dir ein kleiner Anteil der Siemens AG. Firmen wie Siemens geben Aktien heraus, um sich im Gegenzug Eigenkapital für die Finanzierung von Investitionen zu besorgen.

Als Aktionär hast du u.a. diese Rechte:

  • Recht auf Teilnahme an der „Eigentümerversammlung“ der AG (in der Fachsprache heißt die Eigentümerversammlung „Hauptversammlung“)
  • Recht auf Auskunft bei der Hauptversammlung
  • Anspruch auf deinen Anteil am Bilanzgewinn. Das ist die sog. Dividende. Über die Höhe der Dividende entscheidet die Hauptversammlung.

Ein Aktienfonds hingegen ist ein Investmentfonds, der das Geld seiner Anleger in Aktien investiert. Mit einem Aktienfonds investierst du nicht direkt in eine bestimmte AG. Du und viele andere geben dem Aktienfonds Geld. Im Gegenzug bekommst Du einen Anteil vom Aktienfonds (sog. Fondsanteil). Der Fonds kauft dann für das eingesammelte Geld Aktien verschiedener Unternehmen. Dadurch wird das Verlustrisiko verringert, da der Fonds nicht „auf Gedeih und Verderb“ vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens abhängig ist. Der Fonds handelt vielmehr nach der Devise: Lege nicht alle Eier in einen Korb“.

Eigentümer der Aktien ist aber der Fonds. Du bist Eigentümer des Fondsanteils. Über einen Fonds bist du also nur indirekt an einer AG beteiligt. Dafür hast du durch den Fonds schon mit kleinen und Kleinstbeträgen die Möglichkeit, dich an Unternehmen zu beteiligen. Du kannst oft sogar mit einem monatlichen Sparplan investieren.

I.d.R. kannst du an jedem Börsentag deine Fondsanteile an die Fondsgesellschaft zurückgeben und bekommst im Gegenzug dafür Geld. Der Wert eines Fondsanteils wird von der Fondsgesellschaft ebenfalls börsentäglich berechnet und veröffentlicht.

Eine Aktie oder ein Aktienfonds sind also keine „Zockerpapiere“. Sie dienen dir vielmehr als Beweis, dass du direkt (bei der Aktie) oder indirekt (beim Aktienfonds) Teileigentümer eines Unternehmens bist.

Wie lange sollte ich mein Geld anlegen?

Wenn du mit Hilfe von Aktien oder Aktienfonds in Unternehmen investieren möchtest, solltest Du für min. 10 bis 15 Jahre auf das investierte Geld verzichten können. Hier gilt: Je länger, je besser. „Besser“ deswegen, weil mit jedem weiteren Jahr die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die Investition für dich auch lohnt.

Das Deutsche Aktieninstitut veröffentlicht jedes Jahr das „DAX-Rendite-Dreieck“. Es zeigt für die Vergangenheit, dass beim Deutschen Aktienindex (DAX) bei Investitionszeiträume von mehr als 15 Jahren ausschließlich positive Renditen erzielt wurden. Und das trotz mehrerer schwerer Börsencrashs in den letzten 40 Jahren.

Natürlich ist damit nicht ausgeschlossen, dass das für die Zukunft so weiter gilt. Aber die Wahrscheinlichkeit, eine positive Rendite mit Aktien von „gut wirtschaftenden“ Unternehmen zu erzielen, steigt mit jedem Jahr tendenziell an.

Welche Wege kannst du nehmen, um „gut wirtschaftende“ Unternehmen zu finden?

Wie bereits erwähnt meine ich mit „gut wirtschaftend“ Unternehmen, die in der Vergangenheit

  • jedes Jahr Gewinne erwirtschaftet haben und
  • die zusätzlich jedes Jahr einen Teil der Gewinne als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet haben.

Konkret achte ich darauf, dass die Eigenkapitalrendite ( = Bilanzgewinn : Eigenkapital) mindestens 10% pro Jahr und die Dividendenrendite ( = Dividende je Aktie : Kurswert je Aktie) mindestens 4% pro Jahr beträgt.

Wie findest du nun solche Gesellschaften? Im Prinzip hast du 2 Möglichkeiten. Entweder

  • du kümmerst dich selber um die Auswahl der AGs oder
  • du überlässt die Auswahl einem Fachmann.

Wenn du es auf „eigene Faust“ versuchst, sparst du zunächst einmal bares Geld. Der Fachmann (auch Fondsmanager genannt) möchte dafür, dass

  • er Aktien für dich heraussucht,
  • diese laufend überprüft und
  • bei Bedarf nach- oder verkauft

natürlich bezahlt werden. Das ist die sog. Managementgebühr bei Investmentfonds. Sie liegt je nach Fonds zwischen 0,35% und 2% p.a. D.h. wenn die Aktien im Investmentfonds in einem Jahr eine Rendite von 5% erwirtschaften, dann entwickelt sich der Wert des Fonds im gleichen Zeitraum nur um max. 3% nach oben (5% Aktienrendite abzgl. 2% Managementgebühr = 3% Fondsrendite). Machen die Aktien in einem Jahr einen Verlust von 5%, dann rentiert der Fonds in diesem Jahr mit -7%.

Wenn du dir deinen Fonds „selber baust“, kannst du dir dieses Geld sparen. Dafür musst du dann aber Zeit für deine Weiterbildung und Zeit für die Auswahl der Aktien und das regelmäßige Überprüfen investieren. Diese Zeit kannst du dir bei der Anlage in einen Aktienfonds zum großen Teil sparen.

Welche Vorteile hat eine Anlage in eine Fondsversicherung gegenüber der Anlage direkten Anlage in einen Aktienfonds?

Zum 01.01.2018 ist eine Investmentsteuerreform in Kraft getreten. Seitdem kann es für dich sinnvoll sein, einen Aktienfonds nicht direkt zu kaufen. Der Umweg über eine Versicherung, die dann wiederum in den Fonds investiert, kann für dich steuerlich günstiger sein. Mehr hierzu erfährst du im Artikel „Investmentsteuerreform 2018: Was dazu unbedingt wissen musst“.

Aktien und Aktienfonds sind eine wirkliche Alternative für deinen langfristigen Vermögensaufbau

Aktien von „gut wirtschaftenden“ Unternehmen oder Fonds die sich auf die Auswahl solcher Aktiengesellschaften spezialisiert haben, sind eine wirkliche Alternative für den langfristigen Vermögensaufbau. Mit langfristig meine ich einen Zeitraum von mindestens 10 oder 15 Jahren. Hier hast Du noch die Chance auf positive, ordentliche Renditen.

Und du so?

Wie sieht deine Strategie aus, um langfristig Vermögen aufzubauen. Bist du auch Aktionär oder gehst du einen anderen Weg? Schreibe mir deinen Weg gerne als Kommentar unter diesen Artikel. Ich freue mich darauf, von dir und deinen Erfahrungen zu lesen!

Über mich

Ich bin Mike Richter, Versicherungsmakler und Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH. Ich helfe Unternehmern und Selbstständigen Zeit und Geld zu sparen, indem ich mich wie ein guter Bekannter um alle betrieblichen und privaten Versicherungsfragen kümmere.

Dazu passe ich Deine Versicherungen an Deine individuellen Anforderungen an. So kannst Du sicher sein, dass Du nicht zu viel Geld für einen nicht passenden Versicherungsschutz ausgibst.

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